Was braucht man?
Unabhängig davon, wie vernünftig oder unvernünftig man ist, kommt man an den wichtigsten Protektoren nicht vorbei. Auf deutschen Motocross-Strecken sind Stiefel und Helme ganz einfach Plicht. Und das ist auch gut so! Der Helm schützt den Kopf im Falle eines Crashs oder Zusammenstoßes mit anderen Fahrern vor lebensbedrohlichen Verletzungen. Nicht selten kommt es vor, dass man nach einem heftigen Aufprall sogar mit Helm eine Gehirnerschütterung hat. Man will gar nicht daran denken, was dabei ohne Helm passiert wäre. Übrigens sollte ein Helm nach einem härteren Aufprall sofort durch einen neuen ersetzt werden. Zum Helm gehört natürlich noch eine Brille, die wahlweise auch mit Tear Offs bestückt werden kann. Die Stiefel sind ebenso wichtig. Sie schützen die Füße und Unterschenkel vor Gewalteinwirkung durch Hindernisse oder Teile des Motorrades. Wer beispielsweise mit dem Fuß im Sand stecken bleibt und dann die Fußraste in die Achillessehne bekommt, weil das Motorrad weiter nach vorne schiebt, wird dankbar sein, Stiefel zu tragen.
Um weiteren Schutz für die Beine zu gewährleisten, sollte man zusätzlich Knieschoner tragen. Sie schränken die Bewegung kaum ein, bieten aber wichtigen Schutz für Knie und Schienbein. Wem normale Knieschoner noch zu wenig Schutz bieten, kann auch auf präventive Orthesen zurückgreifen.
Es macht in jedem Falle Sinn, sich Motocross Bekleidung (Hose, Jersey, Handschuhe) zu kaufen. Diese Kleidung ist speziell auf die Bedingungen ausgelegt. Sie bietet gute Belüftung, ist weit geschnitten, damit ausreichend Bewegungsfreiheit gegeben ist, und bietet je nach Material auch Schutz vor Verletzungen (verhindert z.B. Verbrennungen am Krümmer oder Schürfwunden bei Stürzen). Es sollte hier speziell darauf geachtet werden, dass die Handschuhe hauteng sitzen, damit sie keine Falten bilden und man Blasen weitgehend verhindert. Das Jersey sollte in groß genug gekauft werden, dass darunter Protektoren Platz finden. Sinnvoll ist es auch, zumindest einen zweiten Satz Kleidung zu haben. Wer Samstags im Schlamm unterwegs war und Sonntags noch einmal trainieren gehen möchte, wird sich über einen sauberen Satz Kleidung freuen.
Doch welche Protektoren trägt man darunter? Es sollte zumindest ein Brustpanzer getragen werden. Dieser schützt nicht nur den Bauch vor Verletzungen (z.B. durch den Lenker), sondern deckt auch den Rücken ab. Viele Fahrer schwören jedoch auf spezielle Rückenprotektoren. Hier wird es dann allerdings schwierig, den Bauch ausreichend zu schützen, da Brustpanzer und Rückenprotektor zu viel des guten sind. Eine gute Alternative in Kombination mit dem Rückenprotektor bieten Schaumstoff-Brustpanzer, die dann immerhin noch vor Steinschlag schützen. Den größten Schutz bieten sog. Protektorenhemden. Es handelt sich dabei um Netzhemden mit eingearbeiteten Brustschutz, Rückenprotektor und Ellbogenschutz.
Weitere Protektoren wie Ellenbogenschoner oder Neckbraces sind nicht unbedingt notwendig und stören manche Fahrer auch. Wer sich damit jedochvsicherer fühlt und die finanziellen Mittel dazu hat, kann beruhigt zugreifen.
zusammengefasst heißt das also für euch, dass folgende Dinge notwendig sind:
- Helm
- Brille
- Stiefel
- Knieschoner
- Hose, Hemd, Handschuhe
- Brustpanzer oder Rückenprotektor
Sparen beim Kauf
Einen kleinen Tipp möchten wir euch noch auf den Weg geben, was die meisten Ausrüstungsteile angeht: Vor allem Helme, Hosen, Jerseys und Handschuhe kommen jährlich in neuen Kollektionen raus. Nutzt die Gelegenheit, Auslaufmodelle zu kaufen. Hier kann man gut und gerne 50% sparen und hat trotzdem stylische Klamotten. Es muss nicht immer das neuste sein. Kauft euch von dem gesparten Geld lieber den ein oder anderen Liter Öl und macht einen Ölwechsel mehr.