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KTM Zero Emission

KTM Zero Emission Elektro Motorrad 2011 Freeride Elektrobike Motorrad

Bereits im Oktober 2008 hat KTM den ersten Prototypen eines „Zero-Emission“ Motorrads gezeigt. Mehr als eineinhalb Jahre später steuert der in Mattighofen beheimatete Sportmotorrad-Produzent zielstrebig auf die Serienfertigung des ersten KTM-Elektrosportmotorrads zu.


Unter dem Titel „Freeride“ wird KTM auf der Tokyo Motorcycle Show 2010, vom 26.-28. März, zwei seriennahe Prototypen präsentieren, die in gut einem Jahr serienreif in den Handel gehen sollen.

Mit seinem ersten Zero Emission Motorrad entwickelt KTM ein elektrisch betriebenes Sportmotorrad, das beweisen wird, dass Fahrspaß und Umweltverträglichkeit nicht im Widerspruch zu einander stehen müssen. Grundstein für die Entwicklung ist das klare Bekenntnis von KTM zum Motorrad-Geländesport und die Absicht, die stärkste Unternehmenssäule weiter offensiv auszubauen – mit einem einmaligen Produkt, wie es in vergleichbarer Weise noch nicht existiert. Die revolutionäre Entwicklung verkörpert zugleich völlig neue Perspektiven: Freeride steht auch für das Ende der Motorrad-Flucht und die akzeptierte Rückkehr sportlichen Motorrad-Einsatzes in urbane Gebiete.

Dem Offroad-Sport eine neue Chance
Aufgrund der heute bestehenden Restriktionen sehen sich unzählige Fahrer von Offroad-Motorrädern auf der ganzen Welt mit großen Schwierigkeiten konfrontiert, wenn sie ihren Sport ausüben wollen. Sogar auf in sich geschlossenen Strecken oder in eigens angelegten Parks herrschen nur sehr selten ideale Rahmenbedingungen. Behördliche Auflagen, Anliegen der Anrainer und generelle Einwände führen immer mehr dazu, dass Enduro-und Motocross Strecken geschlossen werden. Entscheidendes Kriterium gegen den Einsatz von Wettbewerbsfahrzeugen in enger besiedelten Regionen ist in aller Regel ein zu hohes Geräuschniveau.

Die KTM „Freeride“-Modelle sind extrem leicht, sportlich und kräftig, und sorgen mit seinem elektrischen Antrieb gleichzeitig für emissionslose und nahezu geräuschfreie Fortbewegung. Damit wird es sogar möglich, den Offroad-Sport näher an die Ballungsgebiete zu bringen, neue Parks und Fahrgelegenheiten zu etablieren, wo es vorher undenkbar war.

 

Ein entscheidender Schritt in die Zukunft
Stefan Pierer, Vorstandsvorsitzender der KTM Sportmotorcycle AG: „Mit dem Elektroantrieb im Zero Emission Motorrad gelingt KTM ein entscheidender Schritt in die Zukunft. Emissionsfreie Fortbewegung mit dem Motorrad bringt kurzfristig vor allem für den Offroad-Sport neue Impulse und eröffnet völlig frische Perspektiven.“


Konkurrenzfähige Preisgestaltung
Gerade bei neuen Technologien sind es oft – nicht zuletzt aufgrund der hohen Ausgaben für Forschung und Entwicklung – die hohen Preise, die einen Erfolg des Produktes verhindern. Gerade bei Elektrofahrzeugen ist das ein Problem, verhindern doch die hohen Kosten für die Akkumulatoren nach wie vor einen breiteren Einsatz der emissions- und geräuschlosen Fortbewegung. KTM konnte dieses Problem lösen und wird von Beginn an mit konkurrenzfähiger Preisgestaltung für sein Zero Emission Motorrad aufwarten.

Hubert Trunkenpolz, Vertriebs-Vorstand der KTM-Sportmotorcycle AG: „Wir können bereits jetzt sagen, dass der Preis für unsere Freeride Motorräder unter 10.000,- Euro liegen wird. Damit haben wir von Beginn an ein mehr als konkurrenzfähiges Produkt auf dem Markt.“


Ein langer Weg für die Entwicklung
Die Entwicklung eines geländegängigen Sportmotorrades ist eine extreme Aufgabe. Ein konkurrenzfähiges Fahrzeug muss klein und leicht sein, um wendig zu bleiben, es muss extreme Sprünge und härteste Landungen überstehen, sich unempfindlich gegenüber Schlägen, Steinen und Feuchtigkeit zeigen. Und nach einem harten Offroad-Tag soll das Motorrad natürlich auch die „schnelle Reinigung“ mit dem Hochdruckreiniger unbeschadet überstehen.

All das stellt die Entwickler schon bei konventionell angetriebenen Motorrädern vor enorme Herausforderungen. Für die Entwickler eines Elektroantriebes bedeutet dies zunächst eine scheinbar unlösbare Aufgabe dar – zu weit sind diese Anforderungen von dem entfernt, was derzeit in Sachen E-Antriebs-Entwicklung vorhanden, möglich, machbar oder denkbar ist.

Das KTM-Entwicklungsteam stellte sich der Aufgabe trotzdem – und das schon vor Jahren. Als „Verstärkung“ holte man sich damals das etablierte Forschungsunternehmen „Arsenal Research“ an Bord, das mittlerweile als AIT („Austrian Institute of Technology“) firmiert. Das in Wien beheimatete Institut bot sich, neben der vorhandenen Kompetenz im Bereich der Entwicklung elektronisch/elektrischer Antriebe und Komponenten, auch durch seine offene Begeisterung für den Motorradsport als idealer Grundlagen-Entwicklungspartner an.

Seit der Präsentation des ersten fahrfähigen Prototypen im Oktober 2008 hat jedoch die Kerntruppe von KTM in Mattighofen die weitere Entwicklung in Richtung Serienreife selbst in der Hand. Darüber hinaus arbeitet man mit Entwicklungs- und Zuliefer-Spezialisten verschiedenster Firmen aus aller Welt zusammen.

 

Völlig neue, patentierte Technologie
Das KTM Zero-Emission Motorrad verkörpert die für KTM typische, wettbewerbstaugliche Fahrzeugauslegung. Wie alle KTM Sportmotorräder weist das Zero-Emission Motorrad modernste Konstruktionsmerkmale auf und besitzt durchgängig hochwertige Fahrzeugkomponenten, resultierend aus der jahrzehntelangen Erfahrung und anhaltenden Dominanz im Offroad-Sport.

Die völlig neue, vom KTM-Entwicklungsteam in Mattighofen in Zusammenarbeit mit dem AIT entwickelte E-Antriebstechnik, wird dabei neue Maßstäbe setzen. Nicht nur, dass die Leistungsfähigkeit unter 100 Kilogramm leichten Maschine 1:1 mit jener einer 125 ccm Zweitakt-Maschine mit herkömmlichen Verbrennungsmotor vergleichbar sein wird. Auch die bisherigen Problemfelder wie Verschleiß, Schmutz- und Wasser-Resistenz, Laufzeit, Handhabung und vor allem Sicherheit, sind mit einer von KTM weltweit zum Patent angemeldetem Akku-Antriebs-Einheit auf beeindruckende Art und Weise gelöst.

Gerald Kiska, Leiter der Entwicklung und KTM-Chefdesigner: „Die Entstehung eines hochwertigen Fahrzeugs mit Elektroantrieb bedeutet für KTM in etlichen Bereichen eine gänzlich neue Ära. Der Einsatz des elektrischen Motors bedeutet ein komplett neues Fahrzeuglayout – was in gleichem Maße Vor- und Nachteile mit sich bringt. Unser Team muss in der Lage sein, ganz neue Ansätze und Lösungen zuzulassen und gleichzeitig das bereits bestehende Know How optimal einsetzen. „Freeride“ ist damit auch ein typisches KTM-Projekt, extrem innovativ, mutig und voll sportlichem Ehrgeiz“.

Fokus auf die Serienreife
Nach vielversprechenden Tests ist die Überleitung des Zero-Emission Prototyps von einem reinen Forschungsprojektes auf ein Serien-Entwicklungsprojekt längst geschehen, im Moment wird in Mattighofen intensiv an der finalen Entwicklung in Richtung Serienmodell sowie an der Vorbereitung der Serienfertigung gearbeitet. Die beiden auf der Tokio Motorcycle Show gezeigten Prototypen sind bereits seriennah und werden nur eineinhalb Jahre danach in den Handel kommen.

Harald Plöckinger, Vorstandsmitglied der KTM Power Sports AG: „Wir haben uns zur Aufgabe gemacht, neue Antriebsformen für unsere Sportmotorräder zu entwickeln. Das Konzept des Zero-Emission Motorrads verbindet bekannte KTM Kernkompetenzen mit einer neuen, hochinteressanten Motorentechnologie. Schon jetzt offenbaren die ersten Prototypen das große Potential dieses Entwicklungsprojektes.“


Fragen und Antworten zu KTM „Freeride“

Ab wann wird es das erste KTM-Elektromotorrad zu kaufen geben?
KTM wird im Sommer 2010 mit der Überleitung des Projekts in die Vorserie beginnen. Parallel gilt es, ein ausführliches Testprogramm zu absolvieren. Nach heutiger Planung wird die Auslieferung der ersten in Serie gefertigten „Freeride“ Fahrzeuge im späten Frühjahr 2011 erfolgen.

Was werden die KTM „Freeride“ Motorräder kosten?
Der Preis steht noch nicht final fest, Ziel ist es aber, unter 10.000,- Euro zu bleiben und sich damit bereits in der ersten Phase auf dem Preispunkt einer konventionellen, hochwertigen Sport-Enduro einzufinden.

Wird es weitere Varianten oder Modelle geben?
Das Thema „Elektroantrieb“ bietet sicher noch mehr Einsatzfelder als klassischer Offroad-Sport. Im ersten Schritt wird es zunächst bei der Enduro bleiben, hier will KTM Erfahrungen sammeln und den Sport forcieren. Danach gibt es aufgrund der zahlreichen denkbaren Anwendungen viel Spielraum für Varianten.

Ist die KTM Freeride straßenzulassungsfähig?
Ja. Die Maschine wird für den Einsatz auf öffentlichen Straßen homologiert sein.

Wie schaut es mit der Reichweite der Freeride aus?
Grundsätzlich muss gesagt werden, dass speziell im Bereich von E-Antrieben sehr viel vom Nutzerprofil abhängt. Mit einem Motocross-Profi am Lenker fällt die Reichweite deutlich geringer aus, als mit einem Hobby-Enduristen. Entwicklungsziel ist es, den Anforderungen im Enduro-Bereich gerecht zu werden. Im Klartext, beim gemischten Offroad-Einsatz sollte der Vortrieb ca. eine Stunde ausreichen.

Wie lange dauert der Ladevorgang?
Der Akku kann nach rund 90 Minuten wieder mit 100% Leistung eingesetzt werden. Ein Laden im Fahrzeug ist möglich, der Akku kann aber ebenfalls mit wenigen Handgriffen entnommen, bzw. getauscht werden.

Auf wie viele Ladezyklen ist ein Akku ausgelegt?
Die endgültige Spezifikation des Akkus steht noch nicht fest. Der derzeit verwendetet Typ reicht für ca. 500 Ladungen, was ziemlich genau dem normalen „Lebenszyklus“ eines Enduro-Motorrades entspricht. Generell muss aber gesagt werden, dass sich die Entwicklung der Akkus auf diesem Sektor noch in einer frühen Phase befindet, hier sind in den nächsten Jahren noch deutliche Entwicklungssprünge zu erwarten.

Markiert die „Freeride“ bereits das Ende der klassischen Enduro mit Verbrennungsantrieb?
Auf gar keinen Fall. Aus Sicht von KTM stellt die neue Antriebstechnologie die große Chance dar, eine dritte Anwendungsschiene im Motorradbereich zu erschließen. Hochentwickelte Viertakt-Motoren werden in Zukunft genauso weiterhin zum Einsatz kommen wie Zweitakt-Antriebe. Letztere eignen sich durch ihre unschlagbare Kosten/Nutzen Effizienz besonders für Hobbyfahrer und Einsteiger. Motorräder mit E-Antrieb werden vor allem dazu dienen, den Sport wieder näher an die Ballungsgebiete zu bringen und damit gleichzeitig völlig neue Zielgruppen ansprechen.


Technisches Datenblatt

KONZEPT
Rahmen Leichtbau Deltaboxrahmen mit Aluminium Schmiedekomponenten
Selbsttragender Heckausleger in monocoque Ausführung
Federung Up-Side-Down Gabel und Federbein mit variablen Setting
Progressives Dämpfungssystem
Bereifung 21´´ Trial-Enduro Bereifung
Bremssystem Hydraulische Bremsanlage mit Handbetätigung für Vorder- und Hinterrad
Radial Bremssystem mit Rekuperationsunterstützung durch Bremsenergie
Motorgehäuse Kombiniertes Antriebsgehäuse in Leichtbauweise und gesamtheitlicher Systemintegration
Antriebsmotor Permanent erregter Synchronmotor in Scheibenläufer Bauweise
Motorsteuerung Modulares Hochleistungspowermodul mit integriertem System- und Sicherheitsmanagement
Drive by Wire
Kraftübertragung Direktantrieb ohne Kupplung mit Zahnradgetriebe und Kette
Traktionsbatterie Plug-In Batterie in Li-Ionen Technologie

TECHNISCHE DATEN
Motor Nennleistung 7,4 (10) / 6000 kW (PS) / Umin-1
Motor Spitzenleitung 22 (30) / 6000 kW (PS) / Umin-1
Motor Drehmoment 43 / 500 Nm / Umin-1
Maximale Motordrehzahl 6600 Umin-1
Maximale Batteriespannung 300 V
Maximaler Energieinhalt 2,5 kWh
Geschwindigkeit 70 Km/h
Gesamtübersetzung (Primär / Sekundärstufe) 10,5 (2,4 / 4,5)
Ladezeit 1,5 h
Fahrzeug Gesamtgewicht inklusive abnehmbarer Traktionsbatterie 90 Kg

 

 

Link zu einem kleinen Video

 

 

Text: PR KTM

Fotos: PR KTM


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